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Notfallmanagement und Basel II

Anforderungen an die Handhabung operationeller Risiken
(Download im PDF-Format)

Basel II

Mit der Zweiten Basler Eigenkapitalübereinkunft (Basel II) soll ein internationaler Standard zur Behandlung der Kreditrisiken von Banken geschaffen werden. Ziel ist, die langfristige Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten. Im Kern regelt Basel II die Höhe des Eigenkapitals, mit der eine Bank die von ihr ausgegebenen Kredite absichern muss. Neu im Vergleich zur bisherigen Praxis ist, dass die individuelle Risikostruktur der Unternehmen die Eigenkapitalquote maßgeblich beeinflusst. Als Konsequenz werden Kreditnehmer zunehmend einer umfassenden Risikobeurteilung unterzogen. Nur so kann die Bank erreichen, eine möglichst geringe Eigenkapitalabsicherung vorweisen zu müssen. Da durch Basel II die Bewertungsverfahren transparenter werden, bieten sich für Kreditnehmer neue Chancen. Durch gezielte Maßnahmen kann die Bewertung und damit die Bonitätseinstufung positiv beeinflusst werden. Eine bessere Bonität verhilft Unternehmen zu niedrigeren Zinssätzen und damit zu geringeren Kapitalkosten.

Rating

Das Instrument zur Bewertung und Einstufung von Unternehmen ist das so genannte Rating. Dabei werden sämtliche Risikofaktoren ermittelt und soweit verdichtet, dass das Unternehmen einer der Risiko- bzw. Bonitätsklassen zugeordnet werden kann. Basel II gestattet zwei Formen des Rating, das "externe Rating" durch eine anerkannte Rating-Agentur und das "interne Rating", das vom Kreditinstitut selbst durchgeführt wird. In das Rating fließen unter anderem die Vermögenslage, die Finanzlage und die Ertragslage des Unternehmens ein. Hinzu kommen Faktoren aus dem Unternehmensumfeld wie z.B. Branchen- und Konjunkturentwicklung sowie Bonität der Kunden und Zulieferer. Wesentlich größeres Gewicht als in der Vergangenheit wird bei Basel II auf die Faktoren gelegt, die das Funktionieren der gesamten Betriebsabläufe betreffen, die "operationellen Risiken". Dazu zählen z.B. die Struktur des Managements, der Umgang mit Risiken, der Grad der Lieferantenabhängigkeit und die Kompetenz der Mitarbeiter.

Notfallmanagement

Der Rating-Faktor, der Auskunft gibt über die Fähigkeit eines Unternehmens Krisensituationen zu bewältigen, ist die Ausgestaltung des Notfallmanagements. Ein sinnvolles Notfallmanagement beschränkt sich nicht nur etwa auf die Vorsorge beim Umgang mit gefährlichen Produktionsstoffen, sondern kann in allen Unternehmensbereichen wirkungsvoll eingesetzt werden, um Störungen des Betriebsablaufes abzufedern und unnötige Kosten zu vermeiden. Dabei ist es sinnvoll, bei allen Mitarbeitern ein Bewusstsein für Risiken zu entwickeln und Notfallplanung als Teil der Unternehmenskultur zu begreifen. So lässt sich erreichen, dass kritische Situationen erst gar nicht entstehen. Notfallabläufe sollten regelmäßig überprüft und trainiert werden, so dass deren Abwicklung zur Routine wird. Ein umfassendes Notfallmanagement trägt dazu bei, die Zukunft eines Unternehmens zu sichern. Dies wird nicht nur von Kreditgebern honoriert, sondern fördert auch das Vertrauen von Versicherern und Kunden in die Zuverlässigkeit des Unternehmens.

elementec IncidentManager

Der IncidentManager von elementec ist eine Standardsoftware, die als umfassendes Werkzeug zur Notfallplanung und zur Notfallbewältigung eingesetzt werden kann. Der IncidentManager ist branchenunabhängig und dient zur Strukturierung und Verwaltung aller für den Notfall relevanten Informationen. Diese sind nicht nur jederzeit online verfügbar, sondern können in gedruckter Form als umfassende Notfalldokumentation aufbereitet werden. Damit ist es möglich, jederzeit einen Nachweis über den Stand der Notfallplanung zu erbringen. Als Wissensmanagementsystem unterstützt der IncidentManager die Dokumentation und Verfügbarkeit von Wissen über Unternehmensprozesse und andere Zusammenhänge. Er erlaubt die Festlegung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Somit liefert der IncidentManager die Basis für ein funktionierendes Notfallmanagement. Bei einem eingetretenen Notfall bildet der IncidentManager die Informationszentrale, die den aktuellen Stand der Notfallbewältigung visualisiert und protokolliert. Damit unterstützt der IncidentManager in besonderer Weise die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung der Notfallstrategie.


Literatur

Romeike, Frank (2003): Bankinternes Rating als Herausforderung für Handwerksunternehmen. In RATINGaktuell 03/1002. Bank-Verlag GmbH, Köln.
Romeike, Frank (2003): Risikomanagement als Grundlage einer wertorientierten Unternehmenssteuerung. In RATINGaktuell 02/2002. Bank-Verlag GmbH, Köln.
GfW Iserlohn mbH (Hg., 2002): Der Turbo im Kampf um den Kunden. In Innovation Iserlohn III/2002.
Blanke, Dr. Werner (2002): Rating und Risikomanagement. In Innovation Iserlohn III/2002.
Jansen, Dr. Sven (2002): Auswirkungen von Basel II auf Kreditinstitute und Mittelstand. zeb/Themen Juli 2002.